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Neue Produktionsstätte für Pultrusion in Lettland

11. März 2019

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Auf 1100 Quadratmetern eröffnet Tinby eine neue Produktionsstätte in Lettland. Der Schwerpunkt liegt auf Herstellung und Vertrieb von Pultrusionsprofilen für Kunden. 

Die neue Anlage, die in Lettland von Tinby SIA betrieben wird, verfügt über Produktionshallen mit einer Fläche von über 1100 m2. Dies sichert Tinby perfekte Ausgangsbedingungen für die Herstellung von Faserverbundwerkstoffprofilen im Pultrusionsverfahren. 

Was ist Pultrusion (Strangziehen)?

Pultrusion oder Strangziehen ist ein Verfahren, bei dem Verstärkungsmaterialien kontinuierlich durch ein Werkzeug geführt werden, wobei die Fasern genau im Verhältnis zum Profilquerschnitt oder nach den jeweiligen Kundenvorgaben für das Produkt angeordnet werden. Anschließend durchlaufen die Fasern ein weiteres Werkzeug. Hier werden sie mit einem Matrixmaterial imprägniert, wonach das Profil in seiner endgültigen Form gehärtet wird. Das vollständig ausgehärtete Profil wird zu einer Säge gefördert, die die Profile auf die vorgegebenen Längen zuschneidet. Durch das Verfahren lassen sich sowohl die Materialeigenschaften als auch die Profilgestaltung des einzelnen Produkts optimieren.  

Vereinfacht lässt sich die Pultrusion als Fasergewebe beschreiben, das der gewünschten Form und dem vorgegebenen Festigkeitsverhalten angepasst wird. Mit diesem Verfahren wird zugleich eine konstante und reproduzierbare Qualität sichergestellt.

Vielseitiges Programm in den Produktionshallen

Neben der ständigen Weiterentwicklung der Pultrusionstechnologie arbeitet Tinby – in Zusammenarbeit mit den Kunden – auch am Design neuer Produkte. Dementsprechend möchten wir in der Anlage in Lettland langfristig alle erdenklichen Profile produzieren, bei denen hohe Anforderungen an die Festigkeit gestellt werden. Das gilt nicht zuletzt für die Windbranche, für die Materialien mit langer Lebensdauer, hoher Festigkeit, Haltbarkeit und Widerstandsfähigkeit gegenüber Witterungseinflüssen eine zwingende Voraussetzung sind. Tinbys Verbundwerkstoffprofile erfüllen diese strikten Anforderungen. Hierdurch eignen sie sich hervorragend als Material für die Bauteile von Windkraftanlagen – für Kunden weltweit.

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Welche Vorteile bietet die Pultrusion?

Das Ergebnis des Pultrusionsverfahrens ist ein Verbundwerkstoff, d. h. eine Zusammensetzung aus verschiedenen Materialien. Der Vorteil besteht vor allem darin, dass die Teile verglichen mit anderen Materialien eine wesentlich höhere gewichtsbezogene Steifigkeit und Festigkeit erreichen. In vielen Fällen können Kunststoffverbundwerkstoffe so beispielsweise Stahl ersetzen, der hohe Anforderungen an die Wartung stellt. Im Gegensatz hierzu sind Bauteile aus Verbundwerkstoff äußerst wartungsarm. Ein anderer wesentlicher Vorteil von Pultrusionsprodukten besteht darin, dass die Verbundwerkstoffe äußerst flexibel zu Bauteilen mit komplexer Form und geringem Gewicht gegossen oder geformt werden können. 

Aufgrund des minimalen Wartungsaufwands, der großen Haltbarkeit und der langen Lebensdauer eröffnen die Verbundwerkstofflösungen von Tinby ein hohes Sparpotenzial. Pultrusion funktioniert grundsätzlich nach demselben Prinzip wie PUR: Durch die Kombination verschiedener Faserarten mit einem Matrixgemisch können wir die fertigen Materialien genau mit dem vom Kunden gewünschten Festigkeits- und Steifigkeitsverhalten entwickeln. Das gilt unabhängig davon, ob die Profile im Hochseesektor, in der Transport-, Automobil-, Wind-, Bau- oder Sanitärbranche eingesetzt werden sollen. Die denkbaren Anwendungsmöglichkeiten sind nahezu unbegrenzt.

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